Hältst du dich für faul, wenn du den einfachen Weg wählst? Schmerzen dich kritische Äußerungen über deine „Faulheit“?

Wir brennen uns aus, weil wir ja nicht faul oder schwach erscheinen wollen, es anderen recht machen wollen, ohne auf unsere eigenen Bedürfnisse zu achten. Weil andere über uns urteilen könnten – und es durchaus auch tun.

Aber hältst du es für gesund, da weiter mitzumachen?

Du darfst es dir leicht machen.

Wem nützt es, wenn du tüchtig bist, um tüchtig zu wirken? Damit die anderen nicht reden? Du machst dich kaputt, brennst dich aus.

Das Notwendige ist völlig ausreichend.

Wenn du erschöpft bist und nicht mehr funktionierst, dann funktioniert auch deine Familie nicht so gut.* Dein Job. Dein Business.

*(Und das gilt für erschöpfte Mütter, Väter und Kinder – ja, auch die haben mehr und mehr Burnout und Migräne – gleichermaßen.)


Du bist keine Maschine. Du funktionierst nicht jeden Tag gleich.

Du darfst den leichten Weg gehen.

Wenn du nur das Notwendige tust, bist du nicht faul, sondern schlau. Du achtest auf deine Energie, verausgabst dich nicht völlig und machst keine unnötige Arbeit.

 

Du darfst „faul“ sein.

Möglicherweise bezeichnet dich jemand als „bequem“ (das ist nur die „freundliche“ Variante von „faul“). Lass sie reden.

Alle Erfinder und Vordenker wurden von ihrer Gesellschaft ausgelacht (oder für ihre neuen Gedanken umgebracht). Und heute profitieren wir alle von ihren Ideen.

Heute fliegen wir. Heute wissen wir alle, dass die Erde nicht flach, sondern rund ist. Wir nutzen Glühlampen. Wir telefonieren kabellos durch die Welt und nutzen Heimcomputer, die angeblich „nie was für den Hausgebrauch werden“.

Heute sind sie selbstverständlich für uns.

Erst, wenn du ihr Gerede ignorierst und auf deine eigene Intuition hörst, wirst du frei sein.

 

Du darfst deinen Spaß haben

Ein weiterer Mythos ist, dass Arbeit – dass das Leben überhaupt – keinen Spaß machen darf.

Wieso das denn?

Wer hat was davon, wenn du leidest?

Du darfst Spaß haben!

Mach dir so viele schöne Erlebnisse, wie du willst.

Wenn du fröhlich bist, wenn es dir gut geht, geht es den Menschen um dich herum auch gut.

Und du  bist nicht auf dieser Welt, um den Erwartungen anderer gerecht zu werden.

 

Du darfst selbst denken

Zu oft verlassen wir uns auf das, was andere uns raten. Oder was wir lesen. Besonders jetzt, wo wir vermeintlich jede Antwort im Internet finden.

Da überlegt in der Hundegruppe eine Frau, deren Hund vom Sturm gereizte Augen hat, das Futter umzustellen, weil sie gelesen hat, dass bei Augentränen eine Futterumstellung sinnvoll sein kann.

Ja, aber die Ursache ist doch hier eine völlig andere!

Nicht jeder Rat aus dem Internet passt auf deine eigene Situation.

Nicht jeder, der dir ungefragt seine Meinung aufdrückt, kennt sich aus. Oder hat Recht.

Ich hab oft erlebt, dass die, die nie ein eigenes Unternehmen hatten, genau Bescheid wussten (nicht!), wie wir unser Ladencafé führen müssen.

Die Verwandten, die nie ein Haustier hatten, wissen genau, wo ich meinen Hund falsch behandle.

Und kennst du den Spruch: „Ich war die perfekte Mutter … bis ich eigene Kinder bekam.“?

Du hast die Erlaubnis, selbst zu denken. Du hast alles, was du dazu brauchst.

 

Du darfst deine Meinung ändern

Es hat auch niemand was davon, wenn du bei einer einmal gefassten Ansicht bleibst, nur weil andere hämisch den Mund darüber verziehen könnten, wenn du dich jetzt umentscheidest.

Heute bist du halt schlauer. Wir lernen doch alle dazu und machen unsere Erfahrungen.

Heute ist das für dich nicht mehr stimmig.

Also darfst du es ab heute auch anders handhaben.

Besser früher als später.


Lass es uns doch gleich mal üben:

Bei der nächsten kleineren Alltags-Entscheidung:

Tue mal das, was du *fühlst*.

Nicht das, was dein Kopf sagt.

Komm dem Kopf zuvor, überhöre seinen Einwand.

Und *mach* einfach.

Du wirst sehen, das ist meist richtig.

Und mit mehr Übung wird es dir leichter und leichter fallen.


Sei du selbst der Maßstab für deine Handlungen. Mach es immer so gut, wie du grad kannst. Tu das, was du für notwendig hältst.

Und mach es dir dabei so einfach, so spaßig und schön, wie du kannst.