Ich habe heute schon viele Dinge erledigt:

  • Futter für die Fische eingekauft,
  • Leckerlis für den Hund besorgt,
  • Gassi gegangen mit dem Hund,
  • ein Mal Wäsche gewaschen,
  • die Wäsche aufgehängt,
  • den Müll raus gebracht,
  • einen Blogartikel geschrieben (obwohl ich gestern erst einen veröffentlicht habe),
  • Wasserwechsel bei den Aquarien gemacht,
  • Yoga gemacht,
  • vegan gefrühstückt
  • und gestern hab ich unter meinem Bett (!) Staub gewischt

Wow, da hab ich schon ’ne ganze Menge geschafft, was?

Und weißt du, wie ich das gemacht habe?

Indem ich prokrastiniert habe. Das Arbeiten aufgeschoben.


Im Kopf hatte ich für heute – wie für jeden Tag – den Plan, Marketing zu machen, Klienten zu gewinnen, Bücher und Kurse zu verkaufen und mich fortzubilden. Und gut für meine Tiere zu sorgen und selbst gesund zu leben.

Und im Prinzip hab ich all das auch getan.

Aber ganz ohne Zwang.

Ich habe mir nicht gesagt: „Du musst heute unbedingt Futter einkaufen gehen. Du musst heute die Aquarien saubermachen.“ Oder: “ Du solltest dringend mal wieder unter deinem Bett putzen!“

Niemand hat angeordnet, dass ich heute Wäsche zu waschen habe. Und ganz sicher nehme ich mir nicht mehr vor, unbedingt jede Woche einen Blogartikel zu schreiben.

All die Dinge oben habe ich ganz im Flow erledigt. Beschwingt, leicht, mit Musik und guter Laune.

Nicht, weil ich gern arbeite und tüchtig bin.

Im Gegenteil.

Weil ich getan habe, was gerade leicht fiel und mir am wirklich wichtigsten vorkam.

Nicht, weil mir jemand anders das übergeholfen hätte.

Sondern weil ich es selbst wollte.

Und meine Hormonlage gerade ebenfalls dazu passt. (Ich lebe und arbeite ganz nach meinem weiblichen Zyklus – mehr dazu hier.)

Wenn ich mir vorgenommen hätte, heute Yoga zu machen – in einen Kurs zu gehen oder Zuhause eine richtige Session von 45 Minuten oder so zu machen, dann wäre das nie was geworden. Ich war zuletzt 2012 in einer Yogaklasse.

Ich hab einfach, weil ich mich strecken wollte und sich das so gut anfühlt, heute Morgen ein, zwei Sonnengrüße auf meinem Bettvorleger gemacht. Hab nicht mal die Yogamatte dafür ausgerollt.

Und es machte auch gar nichts, dass Nikita währenddessen immer versucht hat, mit mir zu spielen und mich so zum Lachen gebracht hat, dass ich zeitweise nicht hab weitermachen können.

Ich hab heute Yoga gemacht. Und wenn ich nachher einen kurzen Moment habe, werde ich wieder Yoga machen.

 


Und genau so ist es übrigens auch mit der Arbeit in deinem Job. Wir erledigen Arbeit am besten, wenn wir einen Sinn darin erkennen, sie gerne machen, von Herzen. Und selbstbestimmt.


 

Wie war das, als du ein Kind warst? Hast du gerne dein Zimmer aufgeräumt oder den Müll rausgebracht?

Sicher nicht, oder?

Und warum nicht? Weil irgend jemand anders wollte, dass du das machst.

Lebst du heute in einem Saustall mit haufenweise stinkendem Müll?

Nö, oder? Weil du selbst es ordentlich haben willst und dafür gern etwas tust. Aber auf deine Weise. Und zu dem Zeitpunkt, der dir am besten passt.

Bei uns in der WG ist es eigentlich immer ordentlich. Weil sich jeder von uns mit verantwortlich fühlt, und weil wir gleich hinter uns aufräumen und immer etwas mitnehmen – „Keine Leerfahrten“ – und wegräumen, wenn wir woanders hin gehen.

Wir machen alles „on the go“ – putzen on the go, Yoga on the go …

In der ganzichselbst Lounge findest du einen Monatskurs, der dir die Einzelheiten dazu beibringt.

 

Mach einfach, was dich glücklich macht

Ich mach es mir so einfach wie möglich, und ich mach’s mir dabei so schön wie es geht.

Jetzt wirst du vielleicht sagen: „Ja, aber ich kann das nicht. Wenn die Sonne scheint, sitze ich bei der Arbeit.“

Nun, vor 2008 ging es mir da genau so. Ich hab mich irgendwann dafür entschieden, dass meine Lebenszeit mir wichtiger ist und ich nicht jeden Tag im Dunkeln losfahren und im Dunkeln wieder nach Hause kommen möchte. Und stattdessen lieber was vom Tageslicht haben will. Es war meine Entscheidung.

 

Es ist deine Entscheidung

Jemand anderes tut das nicht für dich. Und gibt dir auch nicht die Erlaubnis dazu.

Sonnenschein gibt mir Energie, also gehe ich raus, wenn die Sonne scheint.

Gospelmusik holt mich sofort aus einem Tief raus, also höre ich sie mir an und tanze mit dabei.

Meine Schnecken machen meine Seele einfach glücklich, also nehme ich mir Zeit, sie zu beobachten und mich um sie zu kümmern.

Mach’s dir einfach

Beim Prokrastinieren – Aufschieben vermeintlich wichtiger Dinge – bekommst du einige Hinweise.

Darauf, wie du deine Tage wirklich verbringen willst.

Darauf, was dir wirklich wichtig ist.

Darauf, was dich glücklich macht.

 

Wie prokrastinierst du am liebsten?

Nikita und ich prokrastinieren an den meisten unserer Tage. Wir leben unseren Alltag so, wie wir es wollen. Und folgen dabei ganz unserem Flow.

Wenn ich eigentlich zum Paketshop gehen müsste, plane ich lieber die Blogartikel für den ganzen nächsten Monat.

Siehst du, was ich da tue? Ich schaffe eine Menge! Nämlich das, was grad zu meinem Flow passt. Vielleicht passt der Spaziergang zum Paketshop zu einem anderen Zeitpunkt besser. Ist doch nicht schlimm!

Meine Arbeit ist meine Herzensarbeit. Dazu gehört unter anderem, Blogartikel zu schreiben. So wie diesen hier. Der ist mir eben ganz von selbst „zugelaufen“. Im Flow. So ist das Arbeiten gesund.

So hab ich, obwohl ich das Arbeiten vermieden hatte, doch eine Menge gearbeitet. (Die Hausarbeit nebenbei noch nicht mal mitgerechnet.)

Und das alles so entspannt!

 

Erlaubst du dir, im Flow zu leben?

Womit prokrastinierst du am liebsten?

 

 

     

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