Oder: Ich mag keine Fleischersatzprodukte.

Die sind mir nicht geheuer. Weil sie manchmal zu echt wirken 😀

Ich hab als kleines Kind schon aufgehört, so gut wie jedes Fleisch zu essen, weil ich gesehen habe, wie ein Schwein geschlachtet wurde. Manchmal hab ich damals noch Hack oder Würstchen gegessen.

Und tatsächlich sind heute vegetarisches Hack oder Wiener die einzigen Dinge, die ich manchmal esse. Aber alles, was mir zu faserig – wie Fleisch – ist, ist mir suspekt.

Aber das ist nur meine Meinung. Für Menschen, die eigentlich sehr gern Fleisch essen, können sie eine echte Alternative sein. Und das freut mich!

Ich freu mich, dass immer mehr Firmen – auch Wurstfirmen – inzwischen auch vegetarische „Fleischprodukte“ herstellen.

Ist mir egal, wenn ihnen mancher Kommerzialismus, „nur Geld verdienen wollen“ etc. vorwirft. Das hier ist nun mal Kapitalismus.

Aber 1. kennen sie die nötige Würzung am besten, so dass das Ersatzprodukt vielleicht wirklich gut schmeckt und eine echte Alternative für Fleischliebhaber werden kann.

2. Machen sie als bekannte Marken Vegetarisch zum Mainstream. Zum „einfach mal probieren“-Lifestyle.

Niemand schafft 100% vegan

Davon bin ich fest überzeugt, und das ist meine eigene leidvolle Erfahrung und die von Veganern, die ich kenne/kannte.

Denn man erfährt leider immer mal wieder, wo etwas tierisches verarbeitet ist oder die Herstellung nicht total fair, öko, sauber war …

Aber wenn man sich zu sehr damit unter Druck setzt, macht das unzufrieden und krank.

Die „100%-Veganer“, die ich kenne, wirken meist nicht glücklich oder gesund. Sondern verbohrt, ausgezehrt, dürr und aschfahl.

Sie kasteien sich für jede „Verfehlung“, jeden „Ausrutscher“. Und manchmal kommt dann raus, dass sie „heimlich“ doch etwas „verbotenes“ gegessen haben.

So assoziiert man irgendwann veganes Leben mit Mangel.

 

Lass das doch!

Lass einfach weg, was du nicht mehr magst. Du musst nicht auf 100% gehen. Ich denke, das geht sowieso nicht ganz.

Du tust, was du kannst, und das ist schon sehr viel (viel mehr als viele andere). Einen Schritt nach dem anderen.

Neulich las ich einen sehr treffenden Spruch (leider ohne Quellenangabe):

Es braucht nicht eine Handvoll perfekte Veganer, sondern Millionen „schlechte“!

Mangelerscheinungen?

Ich bin seit fast 25 Jahren Vegetarierin (seit ich 18 war) und versuche seitdem mehr und mehr ganz vegan zu leben, bin aber nicht zu streng mit mir bei „Verfehlungen“.

Ich bin überzeugt, ein gesunder Erwachsener, nicht schwanger/stillend, kann mit einer abwechslungsreichen vegetarisch-veganen Ernährung, die einfach Fleisch und tierische Produkte weglässt, aber nicht verbohrt und einseitig wird (zuviele Sojaprodukte, Zucker nicht bedenken …) kaum Mangelerscheinungen kriegen.

 

Vitamin B12

B12 ist in Säften und Müslis, Pflanzen“milch“ und Riegeln zugesetzt, und wir brauchen davon nur winzigste Mengen.

Ich mache mir gar nicht groß ’nen Kopf, wo ich dieses Vitamin oder jenes Mineral herkriege. Ich lasse im Prinzip Fleisch und Fleischsoßen/-komponenten wie Gelatine und Lab weg, und esse, was mir schmeckt.

Auch nicht immer 100% vegan.

 

Eisenmangel

Eisen wird immer noch genannt. Das bekommen wir aus Blattgemüse, roten Säften …

Ich hatte in meinen 25 Jahren nie Mangelerscheinungen.

Manche Veganer sind so streng, dass sie nur rohes Obst und Gemüse essen und sich für jede Verfehlung oder Ausnahme verdammen – klar, die werden dürr und krank. Auch psychisch.

Achte auf deinen Körper. Wenn er nicht satt wird, dann iss mehr: Größere Portionen. Oder doch mal tierisches Eiweiß. (Vielleicht Milchprodukte aus Biohaltung.)

Was esse ich?

Ich esse häufig Reis/Nudeln/Kartoffeln/Kartoffelpüree/Couscous mit diversen Gemüsen und Soßen.

Sehr gern Indisches oder Thaicurry. Auch mit Erdnuss- oder Kokosmilchsoße. Manchmal auch mit Tofu.

Oder Gemüsesuppen oder Gemüsepfannen. Auch Auflauf und Lasagne.

Du findest einige Ideen („Rezepte“ ist zuviel gesagt) in der „Einfach essen“-Abteilung hier im Blog.

Obst am liebsten in Form von Smoothies oder mit Haferflocken als Frühstück.

Salat nur im Frühling bis Herbst.

Käse esse ich manchmal, Butter und Eier auch.

Aber meine „Milch“ ist inzwischen 100% Reis-, Mandel-, Hafer-, Kokos-. (Soja vertrage ich nicht.)

 

Niemand muss 100% vegan leben.

Du weißt am besten, wie weit du gehen willst/kannst. Dein Körper zeigt dir, was dir gut tut oder was nicht.

Finde für dich selbst heraus, was dir wichtig ist. Was du vertreten kannst.

Tu einfach, was du kannst.


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