Essen einkaufen als Spoonie.

Jahrelang hatte ich wenig Geld. Zusätzlich hatte ich mich auch noch zur Minimalistin erklärt, die nicht mehr besitzen wollte als nötig.

Und so hab ich irgendwie immer am Limit gelebt.

An Lebensmitteln und Drogerieartikeln hab ich immer erst alles aufgebraucht, bevor ich was neues gekauft habe. Denn Konsum war ja schlecht.

Aber es gab ein großes Problem:

Dadurch fühlte ich mich arm.

Denn manchmal hatte ich eben keinen Kaffee mehr da. Oder kein Shampoo.

Das fühlte sich gar nicht gut an. Und war auch völlig unnötig.

 

Also so wurde ich zur Minimalistin der Fülle.

Ich bin gegen übermäßigen Konsum. Gegen unbedachten Konsum. Gegen verschwenderischen Konsum.

Aber es ist gut, gesund und wohltuend, genug zu besitzen und sich gut zu versorgen.

Was mir geholfen hat, mich gut versorgt und in Sicherheit zu fühlen:

 

Vorräte anlegen

Eine gut organisierte und bestückte Vorratshaltung ist einfach ein beruhigender schöner Anblick.

Weil wir dann wissen, dass wir in den nächsten Wochen keinen Mangel leiden werden.

Und Vorräte aufzubauen – das geht auch mit wenig Geld. Ich hab’s jahrelang erprobt.

Als ich nicht viel Geld hatte, überlegte ich mir also folgende Strategien:

 

Größere Vorräte geplant einkaufen

Kaufe Vorräte ein, wenn grad Geld da ist.

Für dich ist das vermutlich der Zahltag.

Das ist der Tag, an dem du einkaufen gehst.

Und zwar nicht nur für jetzt, sondern für die ganze Zeit bis zum nächsten Geld.

 

Plane voraus bis zum nächsten Geld

Miete, Auto, Kindergartenbeiträge … was auch immer das Wichtigste ist, wird zuerst bezahlt.

Und dann mach den Lebensmitteleinkauf. Bevor du andere Dinge bezahlst, schau auf deinen Monat und besorge die wichtigsten Dinge – für den ganzen Monat.

Kaufe die Dinge jetzt für den gesamten Monat. (Ich sag gleich noch was zur Erleichterung dazu.)

Besonders die nicht ganz so billigen. Ein Paket Nudeln für 39 Cent wirst du dir auch am Monatsende noch leisten können, aber beim Päckchen Kaffee könntest du dich dann schon schlecht fühlen. Beuge dem jetzt vor und kaufe jetzt den Kaffee für den Monat ein.

Oder lege dir jetzt dein Lebensmittelbudget an Geld für den ganzen Monat zur Seite.

 

Die Briefumschlag-Methode

Mir half es immer, nicht gleich das ganze Geld auszugeben und dann später im Monat nichts mehr für Essen zu haben, wenn ich mir kein Monats-, sondern nur ein Wochenbudget für Essen rausgenommen habe.

Ich habe das Lebensmittelgeld für den gesamten Monat in kleineren Scheinen abgehoben und in Briefumschläge bzw. Erdnussbutterdosen für jede Woche gesteckt.

Mitgenommen hab ich jedes Mal nur das Geld für diese eine Woche.

Das andere war sicher vor mir selbst in der Schublade geparkt.

 

Kaufe für den ganzen Monat ein

Jetzt etwas mehr Geld auszugeben, kann sich bedrohlich und unklug anfühlen. Aber es ist klug.

Ein Beispiel, das für einige jetzt lächerlich klingen mag. Das kannst du eben nur nachvollziehen, wenn dein Geld wirklich schon mal so knapp war:

Als ich sehr wenig Geld hatte, hab ich trotzdem Anfang des Monats 2 statt 1 Packung Kaffee gekauft, obwohl das gegen meine Gewohnheit war und mein Kopf mir sagte: Aber das ist so teuer!

Aber ich wusste genau, dass 1 Packung nur bis ca. zum 20. des Monats reichen wird. Und ich dann anfangen werde, zu knausern und ein schlechtes Gefühl zu kriegen.

Entweder würde ich jetzt von dem wenigen Geld, das noch da war, trotzdem schweren Herzens noch eine Packung nachkaufen, hätte aber dann nichts mehr für Gemüse, Reis, Nudeln oder Zahnpasta …

Oder ich würde knausern, Alternativen suchen, die mich nicht so befriedigen. (Schwarzer Tee ist noch reichlich da, der hat ja auch Koffeein …)

Oder ich würde eine Rolle Kaffeepads kaufen, die zwar als Packung gerade billiger sind, aber auch viel weniger Inhalt haben, was sie letztendlich doch teurer macht, als wenn ich meinen normalen Kaffee rechtzeitig gekauft hätte.

Dass ich nun einfach die 2. Packung öffnen kann, die ich gekauft hatte, als es sich noch leichter anfühlte (als Geld da war), spart mir sehr viele Bauchkrämpfe, Schuldgefühle und Nerven.

Für mich ist immer gut gesorgt.

 

Kaufe Sonderangebote

Natürlich nicht wahllos, nur weil es ein rotes Preisschild hat.

Aber wenn es ein Produkt, dass du sowieso immer wieder kaufst, gerade günstiger gibt, dann kaufe jetzt mehr davon. So musst du später nicht den vollen Preis zahlen.


Für Dinge, die mir wirklich wichtig sind, mache ich also rechtzeitig Geld frei. Und lege einen kleinen Vorrat bis zum nächsten Geldtag an, wenn es grad am einfachsten geht.

Das Tolle ist: Wenn du einmal ein paar Vorräte hast, musst du diese Dinge ja im nächsten Monat nicht gleich wieder kaufen. So kannst du jetzt auch in anderen Bereichen anfangen, einen Vorrat zu schaffen und besser für dich zu sorgen.

Jeden Monat den Schwerpunkt auf etwas anderes legen

Ich hab begonnen, mich rundum besser versorgt zu fühlen, als ich anfing, jeden Monatsanfang (wenn das Geld kam) einen Vorrat in einem weiteren Bereich aufzustocken:

In einem Monat waren es BHs.

Im nächsten T-Shirts.

Dinge, die man dann jahrelang nicht wieder kaufen muss!

Im nächsten eine Menge Naturkosmetikartikel. (Auch dazu gleich ein Tipp, wie das recht günstig geht.)

Und dann wurde es mal wieder Zeit, die haltbaren Lebensmittel aufzustocken.


Ich besitze kein Auto. Größere Einkäufe zu schleppen ist mühselig.

Und seit 2 Jahren hab ich einen Hund. In Lebensmittelgeschäfte darf sie nicht mit, und sie macht Theater, wenn ich sie allein lasse.

Also erforschte ich die Alternativen: Mir die Dinge des Lebens ins Haus bringen zu lassen.

 

Ich bestelle Hundefutterdosen, Lebensmittel, Drogerieartikel online

Zuerst gab es nur die Spezialversandhäuser, z. B. für vegane Nahrung. Oder den Riesen Amazon. Oder die teureren Supermärkte.

Bei REWE hab ich nur 1 Mal bestellt, dann fand ich eine bessere Alternative: Bitiba. Wo ich mehr Ware für mein Geld bekomme.

Drauf gekommen bin ich durch das Hundefutter für Nikita.

Ich hatte eine Biosorte gesucht, bei der auch die Tiere, deren Fleisch dafür verwendet wird, gut behandelt werden.

Dieses Futter fand ich schließlich – es war Herrmann’s.

Und das gab es am preisgünstigsten bei Bitiba. Gleich im Paket von 12 oder 24 Dosen. Die reichen eine Weile.

So kam ich drauf, dass ich mir doch auch andere Vorräte bringen lassen könnte. In größeren Mengen, als Vorräte.

Bitiba hat mehr im Angebot als nur Tiernahrung. Und hier ist das nicht teurer als beim Discounter.

Nun order ich immer gleich 6 Packungen Reis“milch“ für mich mit. Und noch ein paar haltbare Dinge auf Vorrat: 3 x Kartoffelpüree, Reis, Nudeln, 6 x Tomatensoßen etc.

Vorräte, die du immer da haben solltest – auch als Minimalist.

Es ist echt entspannt, sich die Einkäufe nach Hause bringen zu lassen, besonders bei so schweren Dingen wie Hundefutterdosen oder Milchpackungen. Oder bei größeren Vorräten.

Und auch Naturkosmetik hab ich neulich in günstiger Variante gefunden.

Ich hab meine Produkte schon länger bevorzugt bei DM gekauft. Da gefallen mir die Ansichten des Firmengründers (zum Bedingungslosen Grundeinkommen und so einiges mehr), und die Produkte von Frosch, Kneipp, Alverde nutze ich schon lange. Die sind toll und preiswert und tier- und umweltfreundlich.

Jetzt hab ich den DM-Versand bzw. Lieferdienst ausprobiert und bin begeistert!

 

Drogerieartikel liefern lassen, sogar in Naturkosmetikqualität

Das ist auch nicht teuer. Schon ab 49€ bekommt man es versandkostenfrei ins Haus gebracht.

Für das Geld hab ich eine Menge bekommen!

Shampoo, Spülung, Waschmittel, gleich mehrere Sorten Badeschaum, Zahnpasta – die ganze Grundausstattung!

Und jede Menge Hundeleckerli.

Das reicht jetzt alles wieder für Monate. So lange muss ich nicht ins Geschäft und was nachkaufen.

Teurer als im Laden war das nicht.

Es kann so schwer sein, sich Dinge (auch des täglichen Lebens) zu leisten, wenn man sie sich grad nicht leisten kann. Ich weiß das aus eigener Erfahrung.

Mit etwas Planung und Weitsicht kannst du es dir sehr viel leichter machen.

 

Meine Strategien hier noch einmal für dich zusammengefasst:

  1. Vorräte anlegen
    1. Kaufe Vorräte ein, wenn grad Geld da ist.
    2. Plane voraus bis zum nächsten Geld – kaufe für den ganzen Monat ein
      1.  Die Briefumschlag-Methode
    3. Kaufe Sonderangebote
    4. Lege jeden Monat den Schwerpunkt auf etwas anderes
  2. Bestelle schwere Dinge oder große Mengen online und lass sie dir bringen

 

Hast du noch Ergänzungen dazu? Die Kommentare sind geöffnet.


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