Na wenn das nicht genau mein Thema ist!

Ich war immer die brave Tochter gewesen. War folgsam und bescheiden. Hatte gute Schulnoten. Habe Abitur gemacht, so wie meine Eltern das für mich wollten.

Hab angefangen, Juristerei zu studieren. So wie meine Mutter das für mich – und ihre andere Tochter – immer geplant hatte.

Hab insgesamt 12 Jahre lang im Gericht gearbeitet.

Und war dabei zunehmend totunglücklich und krank.

 

2008 hab ich erstmals eine eigene Lebensentscheidung getroffen.

Da war ich schon 31!

Und ich sag dir: Ich habe es nicht einen Tag bereut, die „sichere“ Beamtenstelle gekündigt und mich selbständig gemacht zu haben.

Jetzt bin ich seit über 10 Jahren jeden Morgen glücklich, dass ich ausschlafen kann, statt wie früher um halb 6 morgens auf einem Bahnsteig stehen und in ein graues Büro fahren zu müssen, wo ich nicht sein will.

Ich hatte mich so eingesperrt gefühlt dort! So festgehalten. So auf Stand-by.

 

Wenn du nicht mehr so leben willst, wie andere das für dich haben wollen, ja, wenn dich das krank und unglücklich macht:

 

Dann musst du selbst – sorry – deinen Arsch hochkriegen.

Jemand anders wird dir die Erlaubnis nicht geben.

Die gibst du dir selbst.

Wie du vom Wünschen ins Tun kommst – dieser Artikel ist voller praktischer Beispiele, mit denen du direkt anfangen kannst zu üben, dich selbst zu leben. Und du findest hier auch Hilfsmittel, die dich auf deinem Weg unterstützen werden.

 

1. Schritt: Deine Erlaubnis, du selbst zu sein

Wenn du so leben willst, wie du es „eigentlich“ immer haben wolltest:

Dann mach’s einfach!

Hier ist deine Erlaubnis:

 

Du … darfst … du selbst … sein.

 

Du darfst so leben, wie du leben willst.

Du bist gut so, wie du bist.

Deine Vorstellungen von deinem Leben sind gut. Probiere dich aus. Lebe *deine* Lebensträume.

Das hier IST *dein* Leben. Ein anderes kriegst du nicht. Also fang heute an.

Egal, was andere davon halten.

Wie du mit kritischen Äußerungen anderer umgehen sollst? Dazu hab ich einen kostenlosen E-Buch-Guide für dich (.pdf)

Heute dürfen wir leben, was den Generationen vor uns nicht möglich war. Wir sind frei!

 

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Erledigt! Sie sind auf der Liste.

Fang heute an!

Es wird dir niemand anders die Erlaubnis geben, du selbst zu sein.

Diese Erlaubnis kannst du dir nur selbst geben.

Es ist wie ein Versprechen an dich selbst.

Ich habe mir meins damals gegeben – es war der Anfang meines ganz neuen schönen Lebens:

 

 

 

Ich weiß, wie du dich gerade fühlst. Mir ging es doch genau so.

Ich war Ende 2007 für ein paar Wochen mit dem Mietwagen in den USA unterwegs, und mir graute davor, wieder zurück ins Büro zu meinen Kisten mit den Akten zu müssen.

Zurück zu dem Mobbing durch die Geschäftsleitung und die Antragsteller. Zur ständigen Überforderung. Zu täglichen 4 Stunden Pendeln. Zu zu wenig Schlaf und zu langen, ermüdenden Tagen. Zu einem Leben ohne jegliche Zeit und Kraft für ein Privatleben.

Ich wusste, dass ich das nicht mehr lange ertragen kann. Ich war ja schon ständig krank.

Und ich wusste, dass ich das nicht mehr bis ins Jahr 2041, wenn ich mit 65 in Pension gehen würde, ertragen WILL.

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Mir wurde irgendwann klar, dass dann mein Leben so gut wie vorbei sein würde.

Und das konnte ich einfach nicht zulassen!

Ich hatte für ein paar Monate später noch eine weitere Reise – nach Indien – geplant, und das gab mir das perfekte Ultimatum:

Ich versprach mir selbst, bis zur Indien-Reise eine Alternative gefunden zu haben. Denn dann würde ich definitiv diese Stelle kündigen.

Und so machte ich es.

 

Ich hatte mir selbst erstmals die Erlaubnis gegeben, auf meine Gefühle zu hören.

Denn mir war klar geworden, dass ein anderer nicht kommen würde.

Ganz bestimmt würden nicht meine Eltern sagen: „Dann höre da doch auf.“

Sicher würde nicht unsere Direktorin sagen: „Suchen Sie sich doch einen faireren Job.“

Die Kolleginnen kannten alle niemanden, die jemals dort aufgehört hätte. Aber über die Zustände geklagt haben sie alle.

Nicht mal meine Ärztin hat etwas in diese Richtung zu mir gesagt.

Die Erlaubnis musste von mir selbst kommen. Und ich gab sie mir. Und bin mir heute noch dankbar dafür.

Die gefundene Alternative war vielleicht noch nicht die Arbeit, die ich bis an mein Lebensende tun würde.

Aber was ich dann tat, war schon hundert Mal besser als das, was ich da hinter mir ließ.

 

2. Schritt: Entrümpeln

Du bist erschöpft? Dir wird alles zuviel?

Dann ist es an der Zeit, kürzer zu treten oder die Dinge zu überdenken und anders anzugehen.

Dinge rauszuschmeißen aus deinem Leben, die nicht mehr passen.

Nicht nur materiellen Ballast und alte Kleidung, sondern auch alte Verpflichtungen, die du nicht länger mitmachen willst. Das geht tatsächlich!

Fang an mit dem Entrümpeln. In allen Bereichen deines Lebens. Behalte nur noch, was in dein neues Leben passt. Wie Marie Kondo sagt: „Entfacht dieses Ding (noch) Freude?“

Ich habe 2008 (oder davor) ebenfalls angefangen, indem ich eine Menge entrümpelt habe:

Hier ist mein Buch vom Neuanfang (bei Amazon).

 

3. Schritt: Festlegen, wer du wirklich sein willst

Ich habe mir 2008 alles genau aufgeschrieben, wie ich mein Leben wirklich leben möchte.

Diese Übersicht hing über meinem Bett. Jahrelang. Jeden Morgen hatte ich sie vor Augen und konnte so jeden Morgen bewusst versuchen, möglichst danach zu leben.

Jeder Tag ist ein Stück deines Lebens. Irgendwann gibt es keine weiteren Tage mehr. Also nutze, was du hast.

Fang jetzt an.

 

Wenn dir dein Leben lieb ist, und wenn du jetzt sehr unglücklich in einer Situation bist, dann ändere sie.

Das kann eine (vermeintliche) Freundschaft sein. Deine Beziehung. Deine Wohnsituation.

Dass du dich Zuhause festgehalten fühlst, aber doch so gern die Welt bereisen möchtest.

Deine Arbeitsstelle. Oder dass du gern einen Garten hättest. Oder einen Hund. Oder ein Minipig.

Macht doch nichts, dass dein Wunsch nicht ganz normal ist. Dass das nicht jeder so macht. Das bist du. Das ist dein Leben. Und du kriegst nur die paar Jahre.

Es gibt immer andere Wege. Und es wird niemand kommen und sagen: „Mach das.“ Sondern du musst selbst den ersten Schritt tun. Dir selbst das Versprechen geben, auf deine Bedürfnisse zu hören.

Und wenn du erstmal den ersten Schritt gegangen bist, dann wird sich der weitere Weg vor dir auftun.

Es muss ja nicht immer gleich eine Trennung oder ein Jobwechsel sein. Es gibt viele Alternativen.

Vielleicht nimmst du den Mut zusammen und sprichst deine Sorgen einfach mal laut aus. Dir selbst gegenüber. Und dann denjenigen gegenüber, die mit dir gemeinsam deine Lage verbessern können.

Wichtig ist, dass DU die Initiative ergreifst, wenn du unglücklich bist.

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Du kannst es in den kleinen alltäglichen Dingen üben

Du fühlst dich auf einer Party unwohl? Dann verabschiede dich. Gib dir selbst die Erlaubnis, dass du jetzt gehen darfst. Auch wenn du die Erste bist, die abhaut.

Du fühlst dich in dem Gespräch unwohl, das du gerade führst? Dann sag: „So, ich muss jetzt weiter. Bis zum nächsten Mal.“ Und schon bist du frei! Das hast du für dich selbst getan. Gut gemacht!

Du fühlst dich heute Morgen krank? Ruf bei der Arbeit an, nimm deinen Krankentag – du brauchst für einen Tag vermutlich nicht mal einen Krankenschein. Und pflege dich heute mal einfach nur.

Du bist pappsatt, aber da liegt noch was auf deinem Teller? Lass es liegen. Du bist nicht verpflichtet, es aufzuessen. Du kannst es später weiter essen. Oder es auch lassen.

Jemand fragt dich, ob du am Wochenende irgendwo hin mit gehst, aber du willst nicht? Du willst mal einen Tag ganz ohne Verpflichtungen? Sag einfach: „Ich kann nicht.“

Du bist der Bestimmer in deinem Leben. Der Captain.

Nimmst du deine Chance wahr?


 

Dein Vorgehen – zusammengefasst:

  • 1. Schritt: Deine Erlaubnis, du selbst zu sein
  • 2. Schritt: Entrümpeln

  • 3. Schritt: Festlegen, wer du wirklich sein willst

 

Die in diesem Artikel erwähnten Werkzeuge, mit denen ich dir weiterhelfen kann:

 

Kostenloser E-Buch-Guide.

Neuanfangs-E-Buch auf Amazon.

 

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Und dann: Üben, üben, üben.

Denn genau DAS IST dein Leben. Der Alltag. In dem du täglich praktizierst, du selbst zu sein.

Du bist schon groß. Du kannst selbst bestimmen.

Und wie gesagt, ein anderer gibt dir die Erlaubnis nicht.

Je öfter du das übst, umso normaler wird das für dich werden.

Ich halte es heute in Situationen, die mir nicht behagen, nicht mehr lange aus.

Ich tue mich lange nicht mehr so schwer mit Entscheidungen wie noch vor ein paar Jahren.

Und ich bin viel pingeliger damit, wie andere meine Zeit verplanen wollen.

Sag einfach: „Ich kann nicht.“ Keine Erklärung, keine großen Worte drum rum. Du musst dich nicht rechtfertigen.

Freu dich über deine Zeit, die du dadurch erhältst. Das ist dein Leben! Ein anderes kriegst du nicht.

 

Mehr dazu lesen:

Auf dem Weg zurück zu mir – mein Original-Tagebuch aus meiner Umbruchzeit 2008


Was mich mein Burnout und meine Depression gelehrt haben


So sieht *mein* einfacher Alltag aus (& meine Werte & Visionen für 2019)