Ohne Druck arbeite ich nicht.

Muss ich ja auch nicht.

Ist ja alles gut.

Als ich einen Hund wollte, aber nur so larifari drüber geredet und davon geträumt habe, ist nichts gar nichts passiert.

Als ich aber konkret Nikita auf der Zergportal-Webseite gefunden hatte und dort erfuhr, wie viel Geld ich für ihre Schutzgebühr brauchen werde (380€) – und wusste, dass ich nur 1 Monat Zeit haben werde, um das Geld zu beschaffen -, hatte ich ganz plötzlich die neue Idee, welche Dienstleistung ich noch verkaufen kann (Webseite gestalten für eine Herzensunternehmerin).

Und hab sofort einen Auftrag erhalten. Der mir genau diese Gebühr – und etwas mehr – beschert hat.

Und ich wette, da ticken wir alle gleich. Ohne Druck kommen wir nicht in die Gänge.

Wenn uns nichts dazu zwingt, dann tun wir auch nichts.

Also, was motiviert dich?


Aber Achtung, auch wenn ich hier von Druckmitteln spreche:

Ich befürworte ausschließlich „Druckmittel“ der Liebe, nicht der Angst

Viele von uns handeln aus Angst. Um Gefahr abzuwenden. Sei es auch nur vermeintliche Gefahr.

Uns wird beispielsweise gedroht, wir würden den Job verlieren, wenn wir uns nicht den teilweise harten, ausbrennenden und falschen Forderungen der Chefetage beugen.

Unbezahlte Überstunden sind schon als selbstverständlich einkalkuliert.

Unsere Würde wird verletzt. Wir werden behandelt wie Unmündige. Und wir werden erpresst, dass wir jederzeit mit Entlassung rechnen müssen.

Also rackern wir.

Schenken denen unsere Lebenszeit. Und viel schlimmer: Unsere Gesundheit.

Warum lassen wir uns das gefallen?

Das sind die falschen Druckmittel, Mädel!

Wie du diese Angst in Liebe verwandelst

Das Beitragsbild hier zeigt mich in meinem alten Büro im Gericht.

Hier hab ich in einer toxischen Umgebung gearbeitet, was die Arbeitsbelastung, meinen ungesund langen Arbeitsweg und die Behandlung durch die Chefetage betraf. Ich hab 12 Jahre darin ausgehalten. Bis es nicht mehr ging.

Ich hab die Angst in Liebe verwandelt. Nicht die Angst, nie wieder einen Job zu finden und verarmt auf der Straße zu sitzen. Diese Gefahr besteht für uns hier in Deutschland zur Zeit überhaupt nicht!

Meine Angst war, meine kostbare Lebenszeit dort zu verbringen. Mich bis ich 67 bin – dann ist fast nichts mehr übrig von meinem Leben, jedenfalls die gesunden, stärksten Jahre sind dann schon vorbei – dort für eine Arbeit abzurackern, die nicht schaffbar ist, mich psychisch belastete und körperlich krank machte. Und auch vom Umfeld alles andere als würdevoll und kollegial (von der oberen Etage aus, jedenfalls) war.

Ich hab mir selbst mit 31 die Erlaubnis gegeben, aus der kranken Situation auszusteigen und mein Leben nochmal neu zu starten – und es so zu gestalten, wie *ich* es mir für mich wünsche, nicht wie meine Eltern es gern für mich gehabt hätten.

So, und jetzt hab ich seit 11 Jahren so ziemlich schon alles erreicht, was ich damals 2008 auf dem grünen Vision Board meines idealen Tages und Lebens festgehalten hatte.

Mein Alltag ist prima. Entspannt. So wie ich ihn mir erträumt hab. Ich hab so viele meiner Lebensträume auch schon erreicht und gemacht.


Wird verarbeitet …
Erledigt! Sie sind auf der Liste.

Aber jetzt ist ein neues Ziel aufgetaucht, angeschubst von den Mitbewohnerinnen, und das ist gut so. Es ist ein großes Ziel. Ein teures. Aber lohnenswertes:

Mein aktuelles großes (Geld-)Ziel

Ich möchte mir diese Wohnung hier leisten können, wenn die Mitbewohnerinnen demnächst ausziehen. Dies könnte in ungefähr 1 Jahr der Fall sein.

Also die Miete, warm.

Die Wohnung ist groß. Außer meinem hat sie noch 2 weitere, sehr große Zimmer. Küche, Bad mit Fenster und Wanne. Balkon.

Aber sie ist wunderschön.

Und vor allem ideal gelegen. Ich mag die Nachbarn, auch die weiteren, die ich so etwas kennenlerne, seit ich immer mit dem Hund spazieren gehe. Wir wohnen mitten in der Stadt, und doch mit so vielen Hundeauslaufflächen drum herum. Und 5 Gehminuten von der Elbe entfernt! Wo hab ich das sonst noch?!

Und sie ist noch verhältnismäßig günstig, im Gegensatz zu all den neu gebauten oder für mich allein erhältlichen kleineren Wohnungen. Weil ich als längste von unserer WG schon hier drin wohne, nämlich 11 Jahre.

Also: Ich wäre sehr dumm, wenn ich hier für eine eigene 1-oder-2-Zimmer-Wohnung ausziehen würde, die nur unwesentlich billiger wäre.

900€ brauche ich dafür jeden Monat (komplette Wohnkosten, warm, inkl. Strom, Internet).

Die will ich schon jetzt als ein Extrakonto ansparen, um jederzeit abgesichert zu sein. Ich werde wenigstens einen vollen Jahresbetrag gern als Polster für Wohnkosten da liegen haben.

Damit weißt du mein nächstes Geld-Ziel, das mich motiviert, zu arbeiten: 12.000€.

Mach es messbar

So ein Ziel muss in einer messbaren, nachvollziehbaren Einheit vorliegen. Ein Geldbetrag. Ein konkreter Zeitraum in Wochen oder Monaten, wann du es erreicht haben wirst.

Wenn du dir nur vornimmst, „ich will abnehmen“ oder „ich will reich sein“ – wie willst du dann wissen, wann du dein Ziel erreicht hast oder wie weit du schon vorangeschritten bist?

Motivation: Halte dir dein Ziel vor Augen – jeden Tag

Ich hab auch schon 3D-Pläne gemacht, wie ich die Räume allein nutzen werde 🙂 Denn zuerst dachte ich, die kriege ich doch nie voll. Ich brauche gar nicht so viel Platz. Was mach ich nur mit all den Zimmern?

Doch. Ich weiß inzwischen, wie ich jeden Raum jeden Tag nutzen werde:

Mein jetziges kleines WG-Zimmer zum ruhigen Hof hinaus, mit Abendsonne, bleibt das Schlafzimmer.

Aber die Aquarien ziehen in die beiden anderen Zimmer. Beide haben Morgensonne.

Eins wird das „Morgenzimmer“. Hier rein kommen die Kleiderschränke (Ankleidezimmer) und ein Esstisch, auch für Gäste. Zum Arbeiten. Oder für mein Frühstück.

In das andere kommt mein Sofa. Das wird das Wohnzimmer. Hier wird das größte Aquarium stehen, das „Showaquarium“. Und Weihnachten der Weihnachtsbaum. Und hier wird es ein Schlafsofa geben und eine extra Kommode mit leeren Fächern – für Gäste.

Du siehst, ist alles schon durchgeplant. Für mich und meine zwei Hunde 🙂 Ja, ich werde dann einen zweiten Tierschutz-Havi(Mix) aufnehmen. Einen Rüden. Denn die Mitbewohnerhündin Flora ist ja dann auch nicht mehr hier.

Und ich hab auch Bilder in Form der 3D-Planungen.

Auf diese Weise hab ich meinen Traum mein Ziel („Traum“ klingt so wage) immer direkt als Bild vor Augen.


Wird verarbeitet …
Erledigt! Sie sind auf der Liste.

Dies ist jedoch kein Angstgedanke. Falls ich es mir noch nicht leisten könnte, wenn es tatsächlich so weit ist, dass die beiden Frauen ausziehen, dann würde ich eben wieder 1 oder 2 Mitbewohner einziehen lassen.

Aber ich möchte sehr gern mich hier entfalten. Mit Nikita. Meinen Aquarien. Und zwei Hunden.

Und in der Küche wird natürlich auch ein Aquarium stehen. Ich wollte schon immer ’nen Küchen-Betta 😀

Glaub mir, du brauchst ein konkretes Ziel, um endlich in die Gänge zu kommen!

Sonst wird dein Leben immer weiter so dahin dümpeln. Ist ja alles okay so.

Wenn du damit zufrieden bist, prima.

Aber wenn du immer meckerst und jammerst?

Was ist grad dein persönliches Druckmittel für mehr Motivation? Wie hoch ist das, in messbaren Werten?

Wie viel Geld brauchst du für die Verwirklichung? Wie machst du dieses Geld?