Du willst also zu dir selbst stehen – in jedem Augenblick? Ein sehr guter Vorsatz!

Keiner ist dir so nah wie du selbst. Das soll kein Aufruf zu Egoismus sein, sondern zu Selbstliebe und Selbstfürsorge.

Du spürst, was in dir drin los ist. Und du bist damit die Erste, die dafür sorgen kann, dass du dem nachgehst und dir selbst gibst, was du brauchst.

Dafür musst du zu dir selbst stehen.

Wenn du etwas nicht mehr mitmachen willst, bist du die Erste, die das spürt und dann zu sich selbst stehen und weggehen kann. Ob das nun das toxische Gespräch ist, in das du da reingeraten bist, oder die Veranstaltung, die dir gar nicht mehr zusagt oder auch der Job.

Wie du ja schon ganz richtig erkannst hast. Mit etwas Übung wird dir das immer leichter fallen.

Wie sieht das eigentlich genau für dich aus, wenn du zu dir selbst stehst?

Zeigst du dich so, wie du wirklich bist?

Beginnen wir doch gleich mal mit dieser ersten, noch ganz leichten Übung:

1. Stehst du zu dir selbst in dem, wie du dich kleidest?

Trägst du das, was dich fröhlich macht? Was deine inneren Werte ausdrückt? Was wirklich dich selbst ausmacht?

Das dürfte doch noch ein relativ einfacher Weg sein, zu dir selbst zu stehen. Heute sind wir doch an so gut wie alle komischen Kleidungsstile gewöhnt.

Ich war ungefähr 40, als ich diese lustige und so kuschelig warme Teddyohrenjacke fand – und ich habe sie verdammt nochmal angezogen.

Weil ich nicht frieren wollte. Und weil mich diese Jacke jedes Mal fröhlich machte und zum Lachen brachte.

Wem schadete ich damit schon, wenn ich mich etwas albern anzog? Niemandem!

Das ist also jetzt gleich deine 1. einfache Übung dazu, wirklich zu dir selbst zu stehen:

Warum trägst du nicht auch einfach mal das, was du wirklich anziehen willst?

Egal, was andere davon denken?

(Wie du lernst, über abfälligen Bemerkungen anderer zu stehen?

Lade dir hierzu jetzt gleich meinen kostenlosen E-Guide (.pdf) runter.)

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2. Lebst du deine wahren Werte?

Weißt du überhaupt, was deine Werte sind?

Nur wenn sie dir sehr präsent und klar sind, kannst du sie leben und damit zu dir selbst stehen.

Also:

Was ist dir wirklich wichtig?

Was dagegen hältst du für moralisch verwerflich?

Wirklich *du* selbst, nicht, was deine Schwiegermutter denkt, bitte.

 

2. Übung: Werde dir klar darüber, was deine eigenen Werte sind.

Welche Verhaltensweisen hältst du für richtig? Welche für falsch?

Mir z. B. ist es seit meiner Kindheit grausam und unrecht vorgekommen, dass wir Tiere quälen, töten und essen. Deshalb bin ich seit Jahrzehnten Vegetarierin, und zwar unumstößlich. Insofern lebe ich nach meinen Werten von Würde, Unverletzlichkeit, Gerechtigkeit gegenüber anderen Lebewesen.

Du willst zu dir selbst stehen. Das bedeutet, dass du manchmal Diskussionen wirst aushalten müssen. Je klarer du dir über deine Haltung und deine Entschlüsse im Vorhinein wirst, umso leichter wirst du diese kritischen Situationen überstehen.

Und zu dir selbst stehen können!

 

3. Lebe deine Werte auch tatsächlich

Übung macht den Meister. Praktiziere deine Werte, so oft du kannst. Umso leichter wird es dir fallen, zu dir zu stehen.

 

Heute ist das so einfach wie nie zuvor

Das wird uns in unserer heutigen Gesellschaft auch so leicht wie nie gemacht.

Wenn ich bei einem Essen vegetarisches Essen auswähle, diskutiert kaum noch jemand mit mir, weil es salonfähig und üblich geworden ist.

In anderen Dingen ist das genau so.

Gerade in den letzten Jahren sind Themen von Ethik, Fairness, Gleichberechtigung, Umweltbezügen etc. so viel öffentlich diskutiert worden, dass wir gar nicht mehr so viel zu verteidigen haben, wenn wir unseren eigenen Werten entsprechend leben.

4. Halte deine Werte schriftlich fest

Halte deine Werte unbedingt irgendwo schriftlich fest, z. B. in einer Liste in deinem Handy, auf deinem Computerbildschirmhintergrund oder auf einem Vision Board, das du häufig siehst.

Überlege dir konkret, welche Dinge du unterstützen kannst und welche du boykottierst.

Wofür du dein Geld ausgibst, und was du nicht unterstützen willst.

Welche guten Eigenschaften und Gewohnheiten du deinen Kindern vorleben willst (es ihnen erzählen reicht nicht; sie tun, was sie sehen, nicht, was sie gepredigt kriegen).

Und ihnen damit in ihr Erwachsenenleben mitgeben willst. Wie deine Kinder künftig gute Erwachsene sein sollen.

Je öfter du sie vor Augen hast, umso geläufiger werden sie dir, mehr zur täglichen Gewohnheit. Sie bleiben im Vordergrund, und du kannst dann einfacher im alltäglichen Leben danach leben.

Denn darauf kommt es an: Was du an jedem alltäglichen Tag denkst und tust.

Nun wird’s noch schwieriger:

Du willst ja in jedem Augenblick zu dir selbst stehen.

 

5. Zeigst du deine wahren Gefühle?

Auch die „schlechten“? Die, die anderen unangenehm sein könnten?

Wenn du z. B. traurig bist, stehst du dann zu dir selbst und zeigst das auch? Oder willst du andere damit nicht belasten?

(Hint hint, das tust du nicht. Du zeigst dich verletzlich, aber umso liebenswerter, weil das einfach menschlich ist. Und du gibst anderen ein gutes Vorbild – besonders Kindern, die damit lernen, dass man sich durchaus Hilfe holen sollte und auch mal schwach sein darf.)

Enttäuschst du schon mal andere, weil du etwas für richtig hältst und lebst, was sie nicht gutheißen?

Auch bei dieser schwierigen Situation kann dir dieser kostenlosen E-Guide (.pdf) helfen.

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Es ist *dein* Leben. Das Leben ist kurz. Du bist es, die am Ende zufrieden mit dem sein will, was sie gelebt und wofür sie eingestanden ist.

Du lebst für dich, nicht für deine Grundschullehrerin damals oder deine Schwiegermutter. (Das sind die wohl häufigsten inneren kritischen Stimmen, die wir alle vernehmen, oder?)

6. Sprichst du deine Wahrheiten aus?

Wir haben bestimmte Zyklusphasen, in denen uns das von Natur aus leichter fällt. Die Hormone helfen uns z. B. im „Zyklusherbst“ – in der Woche vor der Mens -, allen möglichen „Bullshit“ nicht mehr so einfach zu akzeptieren, sondern Missstände anzusprechen.

Zum Zyklus und wie du die Phasen nutzt haben wir einen ganzen Monatskurs im #Neustart2020-Jahresprogramm, by the way.

7. Welche Situationen sind das, in denen du noch nicht zu dir selbst stehst?

Du kannst dich auf mögliche Situationen, in denen du bisher nicht zu dir selbst stehst, vorbereiten!

Male dir die Begegnung aus, in der dein „du selbst“ bedroht ist.

Wie könntest du in deinem Sinne besser reagieren? Besser zu dir selbst stehen?

Vor einem Familientreffen, wo du auf andere Meinungen treffen wirst.

Oder generell, Situationen, die dir früher schon begegnet sind. Nicht, um dich runterzumachen, sondern um es das nächste Mal besser zu machen, kannst du diese Situationen noch einmal neutral beobachten und in Gedanken durchgehen und dir überlegen, wie du das nächste Mal besser drauf reagieren wirst.


Unser Leben ist so kurz. Deshalb bin ich total dafür, dass wir das für uns Beste draus machen. Das bedeutet auch, dass wir unseren Wünschen und Bedürfnissen nachgehen, egal, was andere davon halten.

Wir haben heute ja auch die Möglichkeit, unkonventionell zu leben oder Dinge auszuprobieren, die frühere Generationen nicht ausleben konnten.

Heute ist die beste Zeit dafür, wirklich zu uns selbst zu stehen.

Nutzt du diese Chance?

Stehst du zu dir selbst?

Lebst du dich selbst?


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