Ich lebe ein einfaches, stilles und leichtes Leben.

Ohne viel Ballast. Ohne Termine, ohne Telefonate, ohne Fernseher. Und ohne viel Zeug.

Entrümpeln ist mein wichtigster Tipp, wenn du dein Leben leichter machen willst

Reduziere deine Verpflichtungen, deinen Besitz. Denn Besitz belastet und verpflichtet. Es steht im Weg, du bezahlst den Raum, den es einnimmt. Du musst rumräumen und putzen und reparieren und drauf aufpassen.

Alles, was ich liebe, brauche, nutze, ist in meinem 17qm-Zimmer in einer 3-er-WG (inkl. unsere 2 Hündinnen).

Mehr als diesen Platz hier brauche ich auch nicht. Ich habe mein Zimmer optimal ausgenutzt.

So fing es an:

Mein Zimmer ist mein Refugium. Mein rotes Zelt. Meine Höhle. Mein Nest. Mein Retreat zum Energie auftanken.

Ich brauche das auch, denn ich hatte 2 Burnouts und bin häufig erschöpft von zuviel Input.

Ganz so minimalistisch ist es nicht geblieben. Aber ich mag alles, was ich besitze. Hab nicht zuviel, so dass es mich belasten oder behindern würde.

 

Was du besitzt, besitzt auch dich.

Seit 2015 lebe ich nun in diesem kleineren unserer WG-Zimmer. (Vorher hatte ich das größere zur Straße raus, das war 24qm.)

Alles, was ich will und brauche, habe ich hier.

Und es ist ruhiger gelegen. Grüne Baumkronen vor dem Fenster. Stille, nur Käuzchenrufe in der Nacht.

Ich nutze jeden Winkel, jede Lücke ganz geschickt, um meine Sachen zu verstauen. So sieht es noch immer ziemlich minimalistisch aus. Unter meinem Bett z. B. habe ich große Kartons mit den Kleidungsstücken der jeweils gerade nicht aktuellen Jahreszeit.

Ich habe leere Oberflächen.

Ich habe sehr geringe Wohnkosten (270€).

Ich habe alles, was ich brauche, liebe und haben will, um mich.

Und ich habe meine Ruhe.

 

Gelebtes Minimalismus-Bootcamp

Ich hatte mal in einem Minimalismus-Bootcamp den Vorschlag gelesen, alle Dinge aus einem Zimmer in einen Lagerraum zu stellen und nur das zurück zu holen, was man wirklich noch verwendet.

Dieser Traum, den ich immer sehr verlockend fand, ist 2015 für mich wahr geworden, als dieses Zimmer frei wurde und ich einfach mal „probewohnte“. Nur die wirklich liebsten Einrichtungsgegenstände rüber trug und die Leere genoss.

Es hatte seinen Reiz, aber ganz so asketisch will ich dann doch nicht leben. Ich bin nicht der Typ, der gern auf dem Boden schläft. Es war aber eine spannende Erfahrung, das einfach mal ausprobieren zu können.

Im vorigen Zimmer hatte ich die Wände dunkelrot und goldgelb gestrichen. Damals brauchte ich die schwere Farbe. In diesem Zimmer genieße ich jetzt das leichte Weiß.

Ich schäle seit 2008 Schale für Schale meines alten Selbsts ab

Um an meinen Kern zu gelangen.

Ich lasse meine Vergangenheit hinter mir und schaue – im wahrsten Sinne des Wortes – erleichtert in die Zukunft.

Das staubige Alte lasse ich zurück. Gegenstände, die ich nicht mehr brauche, werden in einer Verschenkekiste einem neuen Zweck zugeführt werden.

Die Dinge sind im Fluss.

 

So fühlt sich das Leben luftig und leicht an

Und bietet Raum für Neues.

Wenig möbliert, wenig Dinge (nur die, die man auch wirklich nutzt und liebt), sauber und pflegeleicht statt vollgestellt und staubig.

Eine Menge Dinge gehen lassen

Ich habe bei meinem großen Zusammen- und Umbruch 2008 so viele Gegenstände, Möbelstücke und Gewohnheiten aus der Vergangenheit, die mich so krank gemacht hat, gehen lassen.

Verkauft, verschenkt, gespendet, ausgesetzt.

Und immer wieder gebe ich ein paar Dinge weg. Bis heute.

 

Interessen ändern sich. Wir müssen an Überholtem nicht festhalten.

Als 2017 ein Hund einzog, habe ich umgeräumt.

Und 2018/19 habe ich meine Liebe zur Aquaristik entdeckt. 8 Aquarien finden auf meinen 17 qm ebenfalls ihren Platz! Weil sie mir wichtig waren habe ich den Platz geschaffen, indem ich andere Dinge, auch Kleinmöbel, weggegeben habe.

Das Leben ist ein Fluss.

Du bist im ständigen Wachstum und Wandel.

So bleibt es auch spannend und aufregend. Probiere neue Dinge aus!

Du darfst deine Vergangenheit und das, was sie symbolisiert, gehen lassen.

Frei lassen.

Sonst ist kein Raum für das Neue da.

So fühlst du dich leicht.


Ich entrümpele mein Leben seit nun fast 20 Jahren.

Minimalistischer zu leben war auch der Ausgangspunkt dafür, dass ich erkannt und umgesetzt habe, was ich wirklich im Leben will. Und wie ich es erreiche.

Das Entrümpeln hat mich zu dem zufriedenen Menschen gemacht, der ich heute bin.

 

Ich helfe erschöpften Frauen, wie ich es früher war, beim Entrümpeln und Erleichtern des Lebens: