Oh, wie oft höre ich das in meiner Praxis: Frauen klagen viel zu häufig, sie hätten zu viel Stress.

Und es ist wahr! Unsere Gesellschaft erwartet von uns, dass wir auf allen Hochzeiten tanzen, alles mitmachen, alles kennen, alles ausprobieren und ständig erreichbar sind.

Handys werden zu Fußfesseln. Weil der Chef uns sogar im Feierabend oder Urlaub erreicht.

Wir erfahren von Katastrophen auf der ganzen Welt, in noch dem kleinsten Dörfchen in den USA oder irgendwo in Afrika. Und das versetzt uns in Angst und Dauerstress.

Arbeitsplätze werden eingespart. Immer mehr Menschen müssen die Arbeit mitmachen. Und die Arbeitsbedingungen werden nicht unbedingt leichter, trotz all der Maschinen, die uns dabei helfen.

Oder wir müssen fürchten, dass unser Arbeitsplatz einer der nächsten ist, der wegfällt. Zukunftsängste haben uns im Griff.

Das ist die aktuelle gesellschaftliche Entwicklung. Und vermutlich wird nicht „die Gesellschaft“ dafür sorgen, dass wir es bald mal weniger stressig haben werden.

Es soll endlich mal ruhiger werden, sagte neulich jemand zu mir. Du selbst kannst viel dafür tun,

was du an dich ran lässt,
was du mitmachst
und wie du auf Stressauslöser reagierst.

Schalte doch z. B. einfach mal Fernseher und Radio aus, höre dir nicht jede halbe Stunde wieder dieselben Schreckensmeldungen aus Uruguay oder Texas an.

Nimm dich selbst aus dem verrückten Hamsterrad raus, das alle um dich herum veranstalten.

Sorge selbst dafür, dass du nicht rund um die Uhr und nachts und im Urlaub erreichbar bist. Ist dir deine Gesundheit das nicht wert?

Überlege selbst, wie viele Verabredungen und Termine du mitmachen willst, oder ob dir die Zeit mit deiner Katze oder deinen Kindern daheim nicht wichtiger ist? Kinder und Katze sind irgendwann nicht mehr da … was wirst du dann mehr bereuen? Nicht mit in diesen Clubs oder der In-Veranstaltung gewesen zu sein? Nicht auch noch bei diesem Verein den Vorstand gemacht zu haben?

Weniger Stress haben

Dauerhaft stressfrei sein.

Stress kann es immer mal geben, aber wir können lernen, damit umzugehen.

Und zu vermeiden, dass wir dauergestresst sind.

Unser Körper wird krank, wenn er dauernd auf Stresssituationen reagieren muss.

Akutem Stress begegnen
Wie äußert sich Stress bei dir?
Atemnot
Gehetzt fühlen
Schlechte Laune/Reizbarkeit
Bauchkrämpfe, Durchfall, Reizdarm, Übelkeit
Nacken- und Rückenschmerzen

Sofortige Entspannung finde ich bei

Tipp 1. Progressiver Muskelentspannung
Welche Sofortmaßnahmen bei Stress kannst du vorsorgend einrichten?

– eine Liste all der Stressfaktoren oder der To dos machen – bringt Klarheit, kopf wird frei, alles wieder unter KOntrolle
– Gute Snacks auf Vorrat halten
– Dich zurückziehen: Ins Klo, Handy ausschalten …

– für Freizeit ein Ausgleichsprogramm planen: joggen gehen, boxen, ein Date oder eine Liebesnacht planen

Stresssituationen vorbeugen
Tipp 2. – Weniger Verpflichtungen annehmen
Tipp 3. – Nicht zu schnell zusagen

Innehalten lernen, durchatmen, kurzer Rückzug oder Bitte um Aufschub der Antwort

Tipp 4. – Zyklen kennen

wissen, dass wir im Sommer mehr zusagen, als wir im Herbst/ Winter halten wollen

ein ganzer Monat in der ganzichselbst Lounge

Wie dein Stress weniger werden
– mit Routinen und Gewohnheiten und kluger Planung

Tipp 5. – Vorhandene Verpflichtungen durchgehen und gucken, wo du entrümpeln kannst
– Kündige Zeitfresser wie das Fitnessstudio – Vorteil: auch mehr Geld frei geworden

– Was hilft dir, Stress abzubauen? Sport? Spaziergang? Schlafen?
Siehe auch Selbstfürsorge-Guide

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