Ja, ich hab’s mir leicht gemacht in meinem Leben. Ich lebe mein Leben in einigen Teilen eher „ungewöhnlich“.

Es gilt immer noch als normal und erstrebenswert, als junge Frau sich einen Mann zu suchen, sich von ihm heiraten zu lassen, 2 Kinder zu kriegen. Weil beide einen guten Job haben, haben sie genug Geld für 2 Autos (die brauchen sie auch, weil beide berufstätig sind und die Frau nebenbei noch die Kinder überall hinfahren muss). Und kriegen einen guten Kredit für den Hausbau.

Dann haben sie alles geschafft.

Ich finde das nicht erstrebenswert. Und mein Partner auch nicht.

Wer das leben will – schön für euch. Ich beneide euch aber ehrlich nicht darum.

Ich möchte ein einfacheres Leben.

Ich habe, was ich will: Einen Partner, eine schöne Wohnung, einen süßen Hund. Eine Arbeit, die ich liebe. Und eine Familie und Freunde.

Und vor allem: Viel Freiraum für mich und meine Träume.

Ich kann den Tag bei meiner Hündin und meiner Herzensarbeit verbringen. Ich verbringe Qualitätszeit mit meinem Partner an den Wochenenden. Ich kann auch unter der Woche zu meinen Nichten und meiner Schwester gehen. Ich kann den Pflegeheimbewohnern nebenan täglich Besuche abstatten.

Dabei besteht überhaupt kein Grund mehr dafür!

Unsere Entscheidungen sind die Weggabelungen unseres Lebens.

Oder besser:

Unsere Entscheidungen sind die Stellschrauben unseres Lebens.

Denn du selbst kannst hier bestimmen, wie dein Leben aussehen wird.

Denn mit unseren Entscheidungen bestimmen wir, wie wir leben werden.

Du hast es selbst in der Hand.

Ich habe keine Kinder

Zuerst waren die Umstände nicht dafür. Erst mit Anfang 30 hatte ich wieder Kraft für die Partnersuche, mit Mitte 30 dann erst den Partner. Er wollte keine Kinder, und in meiner ersten Nacht mit meiner Hündin war mir klar: Ich will diese Riesenverantwortung für ein Kind auch nicht.

Entscheidungen. Manche sind so lebenswichtig, lebensverändernd wie diese.

Ich habe einen Partner, wohne aber nicht mit ihm zusammen

Das ist nicht üblich, wenn ein Paar, wie wir, schon so viele Jahre zusammen ist.

Aber für uns ist es die richtige Entscheidung.

Wir wären nicht so glücklich miteinander, wenn

Ich habe einen Hund, der nicht viel Arbeit macht

Es gibt Jagd- und Arbeitshunde, die 3 x täglich 2 Stunden rennen wollen. Die unglaublich viel Energie haben und das Haus auseinandernehmen, wenn sie sich langweilen.

Ich habe mir einen „faulen“ „Rentnerhund“ ausgesucht. Ganz bewusst. Weil ich weiß, dass ich Sport hasse. Weil ich weiß, dass ich sehr gern lange und viel schlafe.

Und solche Hunderassen gibt es eben auch.

Es waren bewusste Entscheidungen. Was ich will, was ich leisten will, und was ich keinesfalls täglich haben und tun will.

Das alles habe ich mir bewusst so ausgesucht.

Es waren Entscheidungen, die ich getroffen habe.

Von daher kann das jeder andere auch.

Für Kinder entscheidet man sich in der Regel irgendwann mal.

Für diesen Job, den man macht, entscheidet man sich. Jeden Morgen wieder.

Du könntest heute auch entscheiden, dass du dir eine andere Stelle suchst.

Du könntest sogar heute entscheiden, dass du dich krank meldest und nie wieder hin gehst.

Und frühere Entscheidungen kannst du heute auch aufheben. Du bist jetzt nicht dein Leben lang dran gebunden.

Ich habe kaum noch Termine, Telefonatverpflichtungen

Weil ich irgendwann mal beschlossen habe, dass ich die nicht leiden kann. Deshalb hab ich sie weitestgehend aus meinem Leben gestrichen.

Hab die Konzertagentur, die ich mal für meinen Traumjob hielt, aufgegeben, weil ich da sehr viel hätte telefonieren und andere bequatschen müssen.

Hab kein Festnetztelefon mehr und hab beschlossen, auch am Handy zu manchen Zeiten nicht erreichbar sein zu wollen.

All das kannst du für dich entscheiden. Du musst niemandem rund um die Uhr auf Abruf zur Verfügung stehen.

Ich lebe in den Tag hinein – jedenfalls sieht’s von außen so aus

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