Meine eigentliche Arbeit ist gar nicht das Schreiben oder das Entwickeln neuer Kurse. Deine wirkliche Arbeit – deine Lebensarbeit – ist auch nicht das, was du tagtäglich im Büro tust. Viel wichtiger ist etwas anderes. Meine wichtige Arbeit mache ich morgens im Bett. (Aber es ist nicht das, was du jetzt vielleicht denkst …)

Ich schlafe jeden Tag bis 9 oder 10. Eigentlich beginnt dann mein Arbeitstag. Im Heimbüro für ganzichselbst. Aber am Vormittag, manchmal an trüben Tagen noch immer im Halbdunklen, fühle ich mich immer noch schwer, komme nicht in Gang und kriege noch nichts gebacken.

Früher hab ich dann rumgesurft oder halbherzig versucht, etwas zu schreiben und hab mich dann über mich selbst geärgert, dass es noch nicht geht. Noch nicht mal mit Kaffee.

Dann hatte ich ein schlechtes Gewissen und machte mir Zeitdruck. Ich muss doch was schaffen. Ich muss doch Geld verdienen.

Inzwischen habe ich gelernt, damit viel besser umzugehen und mich nicht mehr dafür zu verurteilen.

Irgendwann, unbemerkt beinahe, verfalle ich doch noch in Arbeitsmodus. Dann höre ich beispielsweise etwas Interessantes, und daraus ergibt sich fast von selbst ein Blogpost oder eine neue Produkt- oder Marketingidee, die ich dann, weil ich in Schwung bin, auch sofort umsetze. Das ist meist nicht geplant. Es passiert dann wie von selbst. Da fällt mir in der Badewanne oder auf dem Weg zum Einkaufen ein völlig neues Produkt ein. Oder ich mache schon mal in einer Nacht einen kompletten Blogumzug zu einem neuen Anbieter. Etwas, was ich schon monatelang auf der To do-Liste hatte, wovor ich mich aber total gefürchtet hatte.

Jedenfalls – das ist das, was ich offiziell als meine Arbeit bezeichne: Das Schreiben, Kreieren, Bewerben meiner Angebote.

Irgendwann gegen 22 oder 23 Uhr gehe ich ins Bett, mit dem Vorsatz, zu schlafen. Aber ich kann nicht einschlafen. Meine Gedanken sind hellwach und überlegen sich – jetzt bewusst – noch eine Marketingstrategie. (Ich denke, es liegt daran, dass jetzt endlich der Bildschirm vor meiner Nase aus ist. Der bindet nämlich Gedanken und macht sie zu Knoten oder Kreisen.) Oder ich schalte mir einen Vortrag an – und dann geht meine eigentliche, wirklich wichtige Arbeit los.

Die wirklich wichtige Arbeit ist die an mir selbst.

Wenn ich einen Vortrag höre, sei es von einem Businesslehrer oder von Sara Avant Stover über unsere ureigene Weiblichkeit oder von Robert Betz, der über persönliche Entwicklung, unsere Beziehungen und unsere Gefühle und ihre Bedeutung spricht, dann sehe ich plötzlich neue Zusammenhänge, erkenne, warum ich in gewissen Situationen so fühle, wie ich fühle, und lasse mich immer wieder an das erinnern, was für mich wirklich wichtig ist.

An meine Wahrheiten, die sich für mich richtig anfühlen. Daran, wie ich sein will. Daran, wie ich leben will. Daran, wie ich eigentlich richtig reagieren möchte, wenn meine Knöpfe gedrückt werden. An mein bestmögliches Ich.

Dazu mache ich mir dann viele Notizen. Ich schreibe mir Denkanstöße auf, Sätze, die meine neuen Überzeugungen werden sollen. Dinge, die ich üben möchte. Ich mache mir Übersichten über die Beziehungen in meinem Leben. Über die mir wichtigen Dinge.

Und dabei fühle ich mich so gut. Ich spüre regelrecht, wie ich innerlich wachse und heile. Es fühlt sich einfach wundervoll und wahrhaftig an!

Deshalb höre ich mir, wenn ich morgens nicht in Schwung komme, eingekuschelt ins Bett, im Halbdunklen, einen kurzen Vortrag eines meiner Lehrer an. Das stimmt mich auf die richtigen Frequenzen ein. Das inspiriert mich. Das gibt mir Kraft und Freude und Sinn für den Tag und bringt mich in die richtige Stimmung.

Das ist meine wirkliche Arbeit. Meine Lebensaufgabe. Und deine auch.

Wer führt dich immer wieder zu deinem besten Ich? Welche Lehrer liebst du? Wann tust du deine wichtige Seelenarbeit, und welche Methoden bevorzugst du dabei? Bitte teile sie mit uns in den Kommentaren. Ich danke dir.


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