Du bist eine Göttin. Ja, lass dir das auf der Zunge zergehen: Jede Frau ist eine Göttin. Du bist eine Göttin. Eine Luxusgöttin sogar.

Was ist für dich Luxus? Faszinierendes Thema für mich, die sich ja „Minimalistin“ nennt.

Also erstmal würde ich „Luxus“ so definieren: Schöne Dinge, die nicht unbedingt notwendig sind, aber Freude machen. In einer Blogparade hatte ich mal die Frage gestellt, ob ein Minimalist sich überhaupt Luxus leisten darf. Wir alle sind dort zu der Erkenntnis gelangt, dass ja, natürlich!

Nun gelten landläufig immer noch Pools, Yachten, dicke Autos und überteuerte Kleidung als Luxusgegenstände. Aber natürlich wissen wir alle, dass wir eigentlich fast alle hier in Luxus leben und dass es viel wichtigere Luxusartikel gibt.

Allen voran Zeit wird leider mehr und mehr zu Luxus (aber da haben wir selbst in der Hand, uns diesen Luxus wieder zu gönnen).

Ich besitze einige schöne Dinge, die ich gern hab, die aber nicht überlebensnotwendig wären.

Was ist überlebensnotwendig?

Ein Dach über dem Kopf, Nahrung, Wärme, Gemeinschaft.

Wir alle haben doch so viel mehr als das. Wir leben alle hier in unglaublichem Wohlstand. Und das ist gut so. Dafür können wir alle dankbar sein.

Das Leben

Ich habe mein Leben. Und meine Gesundheit. Ich bin so dankbar, dass ich beides habe. Und ich bin entschlossen, jetzt, wo ich langsam älter werde, auch mehr dafür zu tun, meinen aktuellen Gesundheitszustand so lange wie möglich zu erhalten.

Was tust du für deine Gesundheit?

Luxus ist auch, dass ich Schmerzmittel zur Hand habe, wenn ich mich unwohl fühle. Frei erhältlich. Dass ich zum Arzt gehen kann und mir gegen eine Blasenentzündung Antibiotika geben lassen kann, die mir über Nacht die Beschwerden nehmen. Wir können Schmerzen heute abschalten. Großer Luxus in meinen Augen.

Frieden und Freiheit – und Gemeinschaft

Wir leben in einem freien Land. Wir hatten seit 70 Jahren keinen Krieg mehr hier. Wir sind die Generation bisher mit den meisten Freiheiten und Möglichkeiten. Wir werden nicht verfolgt für andere Ansichten. Wir werden sogar (von der Gemeinschaft) finanziell unterstützt, wenn wir nicht arbeiten können oder nicht allein genügend Mittel zum Leben aufbringen können. Unsere nötigen Heilbehandlungen werden immer bezahlt.

Und ich habe dazu noch meine freie Zeiteinteilung, die ich mir 2008 so geschaffen habe.

Ein Dach über dem Kopf

Meine wunderschöne, immer warme, immer helle Altbauwohnung ist Luxus, das weiß ich. Spätestens ist mir das wieder bewusst, seit es vor ein paar Jahren so aussah, als würde ich sie verlieren. Sie hat einen Balkon, den ich liebe und mit Gemüsepflanzen in Kübeln bestücke. Eine tolle Lage zur Neustadt, zur Elbe – ich höre die Dampfer tuten! Schöne Laminatböden. Und all die Dinge darin, die ich gern hab (und nicht in den letzten 12 Jahren oder so entrümpelt habe).

Und ich komme mit meinen Mitbewohnern – schon das 3. „Set“, seit ich 2008 hier eingezogen bin – super aus.

Und: In diesem Moment, wo ich das hier schreibe, wäscht sich meine Wäsche ganz von selbst. Ich muss nicht, wie meine Mutter noch, als ich klein war, schwere nasse Bettlaken im Kessel auskochen und auswringen. Das macht alles eine Maschine für mich, und ich kann währenddessen alles andere machen, wonach mir grad der Sinn steht. Luxus!

Nahrung

Nicht nur, dass ich immer genügend Geld zur Verfügung habe, um mir Essen leisten zu können. Ich kann mir auch überlegen, dass ich nur noch ohne tierische Inhaltsstoffe essen will, oder nur noch weizenfrei, zuckerfrei … was auch immer. Diesen Luxus haben wir hier. In wie vielen anderen Gegenden dieser Erde sind die Menschen dankbar, überhaupt etwas essbares auf ihrem Teller zu haben?! Und all das gibt es – sogar mehr und mehr – bei uns selbst in den Discounter-Läden. Wir leben hier wahrlich im Schlaraffenland.

Wärme

Meine Wohnung ist immer warm, wenn ich das möchte. Ich kann mich in meine warme Badewanne legen. Ich habe genügend warme Sachen, um nie frieren zu müssen. (Am wärmsten ist immer noch meine Teddyplüschjacke. Bin ich froh, die zu haben!)

Und auch zwischenmenschliche Wärme habe ich: Meine Eltern, meine Schwester, meine drei Nichten. Freunde und liebe Bekannte. Und meinen Liebsten. Damit schließt sich der Kreis wieder. Gemeinschaft.

Mehr Luxus, den ich durchaus zu schätzen weiß

  1. mein MacBook und meine tolle neue scharfe Kamera = meine Luxusarbeitsmittel
  2. meine Leserschaft
  3. Internet – jede gewünschte Information zur Hand zu haben, Menschen überall auf der Welt erreichen zu können
  4. mein lila Schaumbad – DAS fühlt sich wirklich dekadent an 😉
  5. all meine beruflichen Träume ausprobieren zu können – von der Künstleragentur über das Leben als Autorin und Coach bis hin zum eigenen Seminarzentrum
  6. meine eigenen Entscheidungen treffen zu dürfen, wie ich leben will

Vermutlich sind wir alle heute reicher als jeder König in unseren Märchen. Einige der Wundergeräte aus den Star Trek-Serien sind heute für uns total normal, andere werden es vermutlich in wenigen Jahren sein. Wir leben in wirklich wunder-vollen Zeiten. Siehst du das auch so?

Was ist denn für dich Luxus? Was gönnst du dir? Schreib uns doch auch, hier in der Community.


 

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