Und wieso vielleicht auch du immer noch auf der Stelle trittst – beruflich oder privat …

Was mir fehlte? Die Vision.

Es braucht immer eine Vorstellung davon, wo du hin willst.

Sonst dümpelst du nur so dahin.

In meinem Alltag lebte ich schon  ganz gut. Ich hatte fast alles erreicht, was ich mir bei meinem Umbruch 2008 vorgenommen hatte.

Aber irgendwie hob mein Unternehmen „ganzichselbst“ einfach noch nicht ab.

Ich trottete so dahin. Fühlte mich okay. In den meisten Bereichen sogar richtig zufrieden. Hatte einige Lebensträume umgesetzt – das eigene Café/Seminarzentrum sogar. Eine langjährige Beziehung. Meinen Hund.

Aber mein Unternehmen brachte immer noch nicht genug Geld zum Leben ein. Ganz zu schweigen von den Wünschen, die ich noch hatte.

Es lag daran, dass ich zwar eine sehr klare Idee davon hatte, wie ich meinen Alltag haben wollte. Und das hab ich auch alles erreicht.

Nie mehr zu früh aufstehen müssen. Entspannte langsame und stille Vormittage. Arbeiten von Zuhause aus. Essen, wenn ich hungrig werde, ruhen, wenn ich müde bin … Keine Termine, keine Verpflichtungen, außer ich will das.

Aber mir fehlte noch die Vorstellung von meinem erfolgreichen Unternehmen. Der Alltag lief ja zufriedenstellend. Ich dachte nicht darüber hinaus. Und gab somit meinem Leben auch keine Richtung vor.

Als ich mir meinen Hund erträumte, wusste ich ganz genau, was ich haben will.

  • Es sollte eine Hündin sein, weil Rüden an jede Wand und jeden Gegenstand pinkeln.
  • Klein, malteser-artig, um die 5 Kilo wiegen, damit ich sie leicht händeln kann.
  • Aus dem Tierschutz kommen, weil ich das unterstützen wollte.
  • Kein Welpe mehr, sondern eine junge, schon erzogene Hündin, weil ich mir die Welpenerziehung nicht zutraute.
  • Kein Straßenhund, weil die durch ihr hartes Leben, vielleicht Gewalterfahrungen usw. nicht immer einfach sind, und ich Hundeanfängerin war.
  • Kein Terrier, sondern eher ohne Jagd- und zu großen Bewegungstrieb, weil ich nicht sportlich bin und auch nicht sein will.

Und ich hatte den perfekten Hund innerhalb eines Jahres.

Sie ist die perfekte Anfängerhündin, ganz respektvoll, schon erzogen, ohne Ängste (was im Tierschutz ja sonst häufiger der Fall ist) …

Für mein Geschäft brauchte ich eine ähnlich klare Vision wie damals für Nikita.

Wenn du ein bestimmtes Ziel erreichen oder auf eine bestimmte Art leben willst, dann musst du eins sein:

Sei schonungslos mit deinen Ansprüchen an dein Leben

Sei trotzig.

Kenne dich ganz genau.

Mache keine Kompromisse, was deine Vorstellung von deiner tagtäglichen Lebensführung angeht.

Ich weiß, ich will mein Leben lang ein erfolgreiches und einträgliches Unternehmen führen. Wenn ich in Rente gehe, wird nicht viel Rente für mich da sein. (Für meine ganze Generation nicht, fürchte ich.)

Ich will dann vorgesorgt haben. Jetzt bereits ein Polster für mein Alter anlegen: Ein finanzielles Polster, ein gesundheitliches Polster (indem ich JETZT gut für meine Gesundheit sorge, etwas dafür tue, fit zu bleiben …), ein Polster an Wissen und Können, mit dem ich bis ins hohe Alter arbeiten kann …

Ich weiß aber auch, ich will immer nur von Zuhause aus arbeiten. (Vielleicht ziehe ich nochmal in eine größere Wohnung um, in der ich mir ein richtiges Büro einrichte …)

Ich will nie ein Team anleiten, nicht in Teamsitzungen sitzen müssen oder mich für viele Termine im Voraus festlegen müssen.

Ich muss immer unabhängig sein. Mich nicht absprechen müssen, nicht erklären, nicht rechtfertigen. Sondern einfach machen können.

Wenn du so tickst – dann ist es unverzichtbar, dass du das rigoros durchsetzt, sonst wirst du zwangsläufig unglücklich. Und unproduktiv und damit nicht erfolgreich.

Anders funktioniert das für mich einfach nicht. Ich würde selbst in meinem eigenen, erfolgreichen Traum-Unternehmen unglücklich damit werden, wenn ich zu sehr eingebunden wäre.

Deshalb nur freie Mitarbeiter. Für Projekte. Nicht auf Dauer.

Ich brauche meinen ganz unverplanten Tag für mich.

Und heutzutage geht erfolgreiches Business ja auch auf diese Weise.

Wir haben ja das Internet. Wir haben die Möglichkeit, „virtuelle“ Dinge zu verkaufen, ohne Lagerräume, Produktionshallen usw. Wir müssen keine großen Bürogebäude anmieten oder kaufen.

Wir müssen nicht zu Konferenzen und Meetings fliegen. Wir können videotelefonieren. Ich habe schon an Retreats und Seminaren per Videotelefonie teilgenommen, und die waren genau so intensiv wie „echte“.

Wir müssen nicht mal Plakatwände mieten. Oder Briefaktionen finanzieren. Wir erreichen unsere Kunden und Klienten mit einer Email. Und informieren sie mit unserer Webseite. Auf der wir auch unsere Angebote verkaufen.

Wenn es sein muss, dann sogar vom Bett aus. Wir leben in wunderbaren Zeiten!

Und wenn andere sagen, du machst es dir zu einfach, oder so funktioniere das Leben einfach nicht

Das ist nur ihre beschränkte Meinung. Beschränkt in dem Sinne, dass sie es sich eben nicht anders – leichter, größer – vorstellen können. Es sich nicht erlauben, größer/leichter zu denken. Nicht glauben können, dass es leichter/größer geht.

Aber es gibt auch sehr sehr viele andere Menschen, die bereits leichter/größer leben!

Schau auf die. Nicht auf die Nein-Sager.

 

Versteh mich nicht falsch: Ich sage nicht, sei nicht gut zu dir.

Im Gegenteil: Du bist deine wichtigste Vertraute, Beschützerin und Mutterfigur.

Du setzt ja die Grenzen. Du bestimmst, nach welchen Regeln du arbeitest. Du schmeißt ja die Tätigkeiten raus, die du nicht mehr willst.

Und wenn du doch wieder in die alte Bequemlichkeits-Falle tappst, dann kannst du dich künftig schneller dort wieder raus holen

Ich hab z. B. immer zu meinem Geburtstag und zum Jahresende den Drang, mein bisheriges Leben zu evaluieren, zu schauen, wo ich auf dem Weg bin, den ich will, und die Weichen neu zu stellen, wo ich wieder vom Wege abgekommen bin.

Was außerdem hilft, wieder zu deiner Vision zurück zu finden

Wenn ich mich uninspiriert fühle, dann höre ich z. B. Vorträge oder ein Sachbuch oder einen Podcast von jemandem, die das lebt, was ich mir auch wünsche.

Also: Stelle jetzt deine Vision auf.

Es braucht 2 Visionen: Die nächste und die Lebensvision

Wie du deine große Lebensvision findest

Beantworte dir selbst die folgenden Fragen:

  • Worauf willst du am Ende deines Lebens zurückblicken?
  • Wie willst du dich in deinen letzten Lebensjahren fühlen?
  • Was wirst du in deinen letzten Lebensjahren tun? Wo wirst du sein?

Ich habe keine Angst davor, an mein Lebensende zu denken.

Ich frage mich immer wieder: ‚Was möchte ich auf dem Sterbebett über mein Leben denken? Was möchte ich auf keinen Fall bereuen müssen?‘

Denn diese Frage bringt mich darauf, was ich unbedingt in meinem Leben leben will.

Es macht mir viel mehr Angst, mir vorzustellen, dass ich Dinge nicht gewagt habe, und es jetzt zu spät dafür ist.

Und schreibe dir alles auf!

Wenn du es nur jetzt grad im Kopf hast, wirst du es wieder aus den Augen verlieren und weiter dümpeln wie bisher.

Halte es fest!

Erstelle dir ein großes Blatt oder eine Datei, die du dir immer wieder vornimmst. Wo du alles festhältst.

Du kannst es aufschreiben. Oder dir Fotos suchen, die das symbolisieren. (Eine solche Collage nennt man Vision Board.)

Ich habe eine Datei, die ich mir beinahe täglich vornehme. In der ich alles beisammen habe:

  • alle meine Pläne und Übersichten
  • auch meine Geld-Tabellen – Einnahmen, Ausgaben …
  • in der ich die Abläufe meiner Launches plane.
  • höhere Einnahmen simuliere – und dadurch herausfinde, welche Stellschrauben ich drehen muss
  • und meine Vision in 4 Spalten ausgebreitet habe:

wie mein Biz als nächstes aussehen soll -> die dazu nötigen täglichen To dos dazu -> die Ziele der nächsten Monate -> die Langzeitvision

Fast täglich aktualisiere ich diese Datei, arbeite damit.

Das Leben ist ein Prozess, Pläne können sich ändern, Dinge können uns ablenken.

Deshalb ist meine Datei eine „lebendige“ Datei, aber sie hält mir auch mein eigentliches Ziel vor Augen und hilft mir damit immer wieder, zurück zu kommen, mich wieder auszurichten.

Heute weiß ich ganz genau, was ich von meinem Leben erwarte

Und wie mein Unternehmen aussehen muss, das mir dieses Leben ermöglicht

Ich weiß, dass ich mich nicht zur Ruhe setzen werde, sondern auch im Alter einen entspannten Alltag leben, körperlich und geistig rege bleiben will.

Indem ich weiterhin an der Welt teilnehme und der Welt gebe, was ich zu geben habe: Mit meinem Unternehmen, meinen Programmen.

Suche dir unbedingt Beispiele von Menschen, die das heute schon sind, was du dann sein willst

Meine Vorbilder sind z. B. Jane Fonda (85 Jahre!) und Susan Sarandon (76 Jahre), die beide nicht nur immer noch wunderschön aussehen, 30 Jahre jünger wirken als sie sind, offenbar körperlich noch sehr mobil sind. Sie gehen auch immer noch zu Protestaktionen, werden sogar verhaftet und setzen sich immer noch für eine bessere Welt ein. Ich glaube, genau das ist es, was sie „jung“ hält.

Und beide haben kleine Hündchen, was für meine persönliche Alters-Vision auch ein sehr wichtiger Punkt ist <3

Also, baue dir jetzt die Vision davon, wie dein bestes Leben aussehen soll!

Dass ich keine Vision hatte, das war der Grund, warum ich zwar ein Unternehmen führte, es aber so lange nicht tragfähig wurde.

Erst, dass ich meine Vision für die nächste Zeit und die Vision für mein Leben insgesamt so klar festhalte und täglich damit arbeite, hat mich auf die nächste Stufe gebracht.

Also – du bist dran! Halte es fest. Mach eine Collage, schreibe Tagebuch, erstelle dir eine Arbeitsdatei. Erzähle dir selbst diese Vision immer und immer wieder.

Und teile doch gern auch Teile daraus hier mit uns in den Kommentaren. Umso mehr wird sie sich für dich verfestigen. Umso mehr kannst du selbst dran glauben. Umso mehr wird sie wahr werden.

Los!

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