Teil 1 – Theorie

Wir alle haben einen bestimmten Vorrat an Energie. Der kann zwar nach physikalischen Gesetzen nicht vermehrt oder verringert werden, aber wenn wir uns schlapp und lustlos fühlen, kommt es uns schon so vor, als wär sämtliche Energie verbraucht.

Dann müssen wir erstmal wieder „auftanken“, uns erholen. Das liegt daran, dass wir unsere Energie für die „falschen“ Dinge verwendet oder überstrapaziert haben.

Wie viele Löffel hast du? Wie viele verbrauchst du? Und wofür?

Es gibt die Löffeltheorie von Christine Miserandino. Um einer Freundin zu verdeutlichen, wie es ist, mit einer chronischen Krankheit zu leben, die sie in allen Bereichen ihres Lebens schwächt, nahm sie ein Bündel Teelöffel.

Der gesamte Löffelvorrat symbolisierte ihre komplette Energie, die sie für den Tag zur Verfügung hat.

Dann begann sie, ihren Tagesablauf aufzuzählen und für jede noch so normale Tätigkeit ein oder mehrere Löffel wegzulegen Jede Tätigkeit kostete sie ein wenig ihrer Energie, und irgendwann war der Vorrat erschöpft. Oft schon, bevor der Tag zuende war.

Das gilt nicht nur für chronisch kranke Menschen. Jeder von uns ist irgendwann erschöpft.

Unser moderner Alltag erfordert oft mehr Löffel, als wir zur Verfügung haben.

Hier sind Selbstkritik und Selbsterkenntnis gefragt. Es ist wichtig, sich zu überlegen, wofür wir unsere Löffel ausgeben und rechtzeitig zu merken, wenn sie uns auszugehen drohen.

Es ist viel leichter, sich von geringer Erschöpfung zu erholen als sich erst komplett auszulaugen
Burnout ist ein großes Problem unserer Zeit. Und das Traurige ist, dass es immer mehr Bevölkerungsgruppen trifft: Manager, Angestellte, Selbständige, Eltern – ja sogar schon Schüler.

Um es nicht so weit kommen zu lassen müssen wir ständig auf unsere Körpersignale hören. Wir drücken Schmerzen einfach per Tablette oder Operation weg und machen so weiter wie zuvor.

Aber Schmerzen sind Signale. Hilferufe des Körpers, wenn wir so wollen. Kopfschmerz ist ein Zeichen von Druck. Magenkrämpfe zeigen Stress und Ängste an. Infekte wollen uns zur Ruhe zwingen, wenn wir sie uns nicht selbst gewähren.

Wenn wir nicht drauf reagieren, bricht der Körper irgendwann zusammen. Und es wird eine lange Zeit brauchen, wieder gesund zu werden. Wenn wir denn je wieder vollständig davon genesen.

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